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Nervig – Babylon Search und Konsorten

Es passiert immer wieder, ein unbedachter Klick oder ein gesetztes Häkchen bei der Installation eines Tools übersehen, und schon hat sich eine nervige Toolbar im Browser festgesetzt. Meist wird dann auch noch die Startseite verändert. Zwei besonders hartnäckige Vertreter dieser aufdringlichen Zunft sind Babylon Search und die Linkury Smartbar. Egal ob IE, Firefox, Chrome usw., kein Browser ist davor gewappnet.

Mit etwas Glück, lassen sich diese Parasiten über Systemsteuerung / Programme und Funktionen entfernen.

Ob man nun dort fündig wird oder nicht, der nächste Schritt sollte das Überprüfen der Browser Erweiterungen, Addons bzw. Plug-Ins sein. Dort entdeckte Einträge deaktiviert –oder noch besser- deinstalliert man.

In den meisten Fällen ist dies jedoch nicht so einfach. Tief eingenistet im System, muss man dieses Kroppzeug radikal eleminieren, indem man die Registry (Windows-Registrierungsdatenbank) nach ihnen durchforstet und gegebenenfalls diverse Schlüssel löscht.  Aber Vorsicht: Man arbeitet damit sozusagen „am offenen Herzen“ von Windows. Grundsätzlich gilt, bevor man sich an der Registry (besonders als unerfahrener User) zu schaffen macht, sollte man diese sicherheitshalber exportieren.

Zunächst aber müssen wir die Registry erst einmal aufrufen. Nachdem wir auf den Windows Startbutton geklickt haben, geben wir unten im Suchfeld REGEDIT ein. Die Windows-Registrierungsdatenbank öffnet sich und sollte in etwa aussehen, wie in Abb. 1.

Nun klickt man auf den Reiter Datei und wählt Exportieren. Es öffnet sich das Fenster zum Speichern. Hier gibt man einen aussagekräftigen Dateinamen an und speichert die Datei auf der Festplatte. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Datei auch auf einem externen Datenträger zu sichern. Das darf auch ein USB-Stick sein. Das war es dann auch schon, was das sichern der Registry angeht.

Nun klickt man auf die Registerkarte Bearbeiten und Suchen. Es öffnet sich ein Fenster. (Abb2)

Im Suchfeld gibt man nun zum Beispiel Babylon oder Linkury ein. Dann auf Weitersuchen klicken und warten.

Der Suchvorgang beginnt und kann eine Weile dauern, je nach Größe der Registry. Der Suchvorgang stoppt, wenn ein Eintrag gefunden wird. Schauen Sie sich den gefundenen Eintrag genau an. Abb.3 zeigt ein Beispiel.

Wenn Sie nun Abb.3 etwas genauer betrachten, dann können Sie unschwer erkennen, dass es sich bei dem Eintrag um das Worddokument handelt, welches diesen Artikel beinhaltet. Die Suchfunktion stoppt auch hier, da die Zeichenfolge die Sie im Suchvorgang definiert haben, mit diesem Eintrag übereinstimmt. Abb.3

Würde man nun diesen Eintrag (Schlüssel) löschen, wäre das Dokument unweigerlich verloren. Also, weitersuchen. Von nun an genügt es, wenn man die F3 Taste drückt. Der Suchvorgang wird dann automatisch fortgesetzt.

Sie sehen, dass dies ein gutes Beispiel dafür ist, wie heikel das bearbeiten der Registry sein kann. Aus diesem Grund auch die eingangs erwähnte Sicherung der Registry, die Sie übrigens über die Funktion Importieren, wieder zurückspielen können. Ansonsten gilt, keine unnötigen Experimente mit der Registry veranstalten.

Die Registry ist ein sehr komplexes Thema. Darauf im Einzelnen einzugehen, würde den Rahmen dieses Artikels bei weitem sprengen. Es lohnt jedoch, sich dahingehend ein vertiefendes Wissen anzueignen.

Viren, Trojaner, Spyware, Adware und andere unerwünschte „Gäste“, nisten sich meist in den Tiefen der Windows Registrierung ein. Babylon Search und Linkury sind dahingehen noch harmlose Tools. Haben Sie alle Einträge dieser beiden Tools gelöscht, dürfte auch Ihr Browser wieder sauber sein.

Fragen zu diesem Thema, beantworte ich gerne über die Kommentarfunktion im Blog.

© Torsten Merz 2012


 

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