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MSCONFIG (Teil 2)

Nachdem wir uns in der letzten Lektion mit den Einträgen unter Systemstart beschäftigt haben, widmen wir uns in diesem Teil den übrigen Registerkarten bzw. Konfigurationsmöglichkeiten der Systemsteuerung. Wie Sie die Systemkonfiguration starten, haben Sie bereits in der letzten Lektion erfahren. Beginnen wir also mit der ersten  Registerkarte Allgemein (Abb.1). Hier legen Sie fest, wie Windows 7 standardmäßig starten bzw. booten soll. Als unerfahrener Anwender sollten Sie an dieser Stelle keine Veränderungen vornehmen. Läuft Ihr System stabil, dann sollten Sie Windows immer Normal starten lassen.

Diagnosesystemstart – Es werden beim Booten nur die wichtigsten Dienste und Treiber geladen

Benutzerdefinierter Systemstart – Wie Diagnosesystemstart. Zusätzlich können Sie weitere Dienste und / oder Autostartprogramme wählen.

 

Unter der Registerkarte Start (Abb.2) legen Sie fest, welches Betriebssystem standartmäßig starten soll. Eine Auswahl steht logischerweise nur zur Verfügung, wenn Sie mehr als ein Betriebssystem auf Ihrem Rechner installiert haben. Beispielsweise Windows XP, Windows Server oder Linux.

Darüber hinaus ist Ihnen die Möglichkeit gegeben, detaillierte Startoptionen für das markierte Betriebssystem festzulegen. Zum Beispiel Abgesicherter Start Minimal. Es steht hier eine ganze Reihe von Optionen zur Verfügung, die das Startverhalten des betreffenden Betriebssystems beeinflussen können. Auch hier sollten unerfahrene Anwender keine Experimente durchführen. Es empfiehlt sich jedoch für den interessierten User, sich über diverse Fachliteratur mehr Informationen über diesen Bereich der Systemsteuerung anzueignen. Wer tiefer in die „Geheimnisse“ von Windows 7 eintauchen möchte, kommt um dieses Wissen nicht herum. Die Komplexität dieser Einstellungsmöglichkeiten, würde den Rahmen dieses Artikels bei weitem sprengen, und den Anfänger mehr verwirren, als dass es Ihm nützlich erscheint.

Die Registerkarte Dienste (Abb.3)werden Ihnen alle installierten Systemdienste des PC angezeigt. Es lassen sich an dieser Stelle bestimmte Dienste markieren bzw. deaktivieren. Auch wenn Ihnen vielleicht hier und da geraten wird, bestimmte Windowsdienste zu deaktivieren, damit Windows angeblich schneller läuft, reservieren Sie diesem „Mythos“ keinen Platz in Ihrem Langzeitgedächtnis. Microsoft hat seine Dienste sicher nicht im System implementiert, um den Benutzer zu ärgern oder Ihm zu schaden. Darüber hinaus stehen die meisten Dienste in gewisser Abhängigkeit zueinander. Heißt, dass deaktivieren einzelner, kann zu ungeahnten Folgen führen, so dass bestimmte Windowsfunktionen anschließend nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren. Nehmen Sie auch Abstand von sogenannten „Turbo oder Power-Tools, welche oft für teures Geld angeboten werden. Letztendlich bringen diese Tools sehr wenig bis gar nichts. Es lohnt sich vielmehr, diese Einstellungen manuell vorzunehmen.

Sie werden schnell merken, so schwer oder kompliziert ist das Ganze nicht. Nebenbei lernen Sie zu dem Ihr Betriebssystem besser kennen.

Wenn Sie das Häkchen bei Alle Microsoft Dienste ausblenden setzen, dann werden alle Dienste von sogenannter Drittanbieter-Software aufgelistet. So haben Sie einen guten Überblick, ob sich unerwünschte Dienste (die nicht zum Betriebssystem gehören) eingenistet haben. Deaktivieren Sie aber auch nur dann einen dieser Dienste, wenn Sie genau wissen, dass dieser nicht benötigt wird und unnötige Ressourcen verbraucht. Google hilft hier immer sehr gut weiter.

Registerkarte Systemstart siehe Artikel

Bleibt schließlich noch die Registerkarte Tools (Abb.4). Sie heben die Möglichkeit, von dieser Stelle aus einige sehr nützliche Tools zu starten, mit denen Sie unterschiedliche Konfigurationsaufgaben erledigen können. Die verschiedenen Aufgaben sind sehr gut erklärt. Starten Sie einfach verschiedene Tools, in dem Sie das betreffende markieren und rechts unten auf Starten klicken. Möchten Sie ein Tool wieder beenden, dann klicken Sie einfach auf Abbrechen. So können Sie sicher sein, dass keine ungewollten Veränderungen übernommen werden.

 

Sie sehen, dass die Systemkonfiguration Respektive die msconfig eine komplexe Geschichte ist. Je besser Sie sich damit auskennen, umso größer Ihre Chance,  Ihr System ein Stück effizienter und vor allem sicherer zu machen. Umso besser Sie Bescheid wissen über Ihr System, umso geringer die Chancen eines unerwünschten Eindringlings, Ihr System zu kompromittieren und zu missbrauchen.

© Torsten Merz 2012

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